Die Walfischfänger - Wernges

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Die Walfischfänger

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Die Walfischfänger
Jede Ortschaft unserer Gegend hat einen Uznamen. Oft bezieht sich dieser auf eine Besonderheit oder ein typisches Merkmal des Ortes. Erfunden wurden sie sicherlich in Nachbarorten. Nicht selten dienten sie dazu, die Bewohner zu necken.
Deshalb hat man wohl auch die Werngeser zu Walfischfängern gemacht. Wernges gehört zu den wenigen Ortschaften, die nicht an einem Fluss oder Bach liegen. Lediglich ein kleiner Wassergraben, der im Sommer zum Rinnsal wird oder austrocknet, fließt an dem Ort vorbei.
Die Geschichte von den Walfischfängern gibt es in mehreren Varianten.  Mein Vater hat mir die folgende erzählt.
Nach einem Wolkenbruch schwamm im Taubengraben ein Sägebock mit den Beinen nach oben am Haus des Jägers vorbei. Ein Werngeser (sicherlich ein Witzbold) sah das Ungeheuer kommen und rief dem Jäger zu: „Zimmer schess! De Walfesch kemmt!“

In einer anderen Version handelt es sich bei dem vermeintlichen Walfisch um einen Backtrog. Als Wernges "Dolles Dorf" war, wurde die Szene nachgestellt (mangels Gewässer in Angersbach) und von Herrn Glasner gefilmt. Die folgenden Fotos habe ich mit seiner freundlichen Erlaubnis aus seinem Videofilm "Dolles Dorf Wernges" kopiert.


Ähnlich wie die Werngeser kamen auch die Appenröder (Homberg/Ohm) zu ihrem Spitznamen. Ein Starkregen hatte den Appenröder Graben zu einem reißenden Fluss anwachsen lassen. In den Fluten näherte sich in der Ferne ein "Walfisch". Es stellte sich aber dann heraus, dass es tatsächlich nur ein Sägebock war. Jedenfalls sind die Appenröder seitdem "Die Walfische".  


 
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