Waldarbeiten - Wernges

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Waldarbeiten

Dorfleben ( bis 1960 ) > Arbeiten in Haus und Hof

Nutzung des Waldes
Zum Eigenbedarf oder Verkauf wurden im Wald Bucheckern, Heidel- und Himbeeren gesammelt. Von Pilzen wollten die Werngeser nichts wissen. Das änderte sich erst, als man sah, dass die "Flüchtlinge" (Vertriebene oder Evakuierte). eifrig "Schwammerln" sammelten. Die gab es damals noch in großen Mengen. Einige mutige alteingesessene Werngeser - ich gehörte auch dazu - haben dann die zubereiteten Pilze mal probiert und sind auf den Geschmack gekommen.
Von großer Bedeutung war die Verwertung des Holzes. Bis zum Anschluss an Lauterbach im Juli 1971 hatte Wernges noch einen eigenen Gemeindewald und damit entsprechende Einnahmen aus dem Holzverkauf. Zum Heizen und für den Kochherd in der Küche wurde auch das Jahrholz der Riedesel gebraucht.


Die Heimatvertriebenen hatten darauf keinen Anspruch. Sie erwarben sich einen Lesholzschein und konnten damit auf dem Boden liegendes Altholz sammeln. Das wurde dann mit dem Handkarren oder auf dem Rücken nach Hause transportiert. Der Begriff "auf dem Boden liegendes Altholz" soll in Einzelfällen von Lesholzsammlern und Förster unterschiedlich ausgelegt worden sein, was dann zu Auseinandersetzungen führte.

Foto: Zwei Lesholzsammler mit Tragegestell auf dem Weg in den Wald


Zusätzliches Geld konnte man sich als Holzfäller oder Waldarbeiterin verdienen.
Die Nutzung durch das Vieh, das Heidhacken und Laubrechen wird noch in einem späteren Beitrag beschrieben.      


um 1937: Werngeser Kinder sind in de Bärn (sammeln Heidelbeeren). Man verwertete die Beeren im Haushalt oder konnte sie verkaufen.



rechts: Schnells Erika (Mutsch)




unten: Pedesch Kall erlärt dem Trudche die Fingersonnenuhr. Es ist 15.30 Uhr.

Beim Pflücken
Sonnenuhr


oben: 1937? Foto und Text aus dem "Hessenland-Kalender 1956"
In der Mitte: Bredchesch Elsbeth u. Gredde Hilde

Waldarbeiterinnen
Waldarbeiterinnen mit Förster

1958 Beim Pflanzen konnte die Frauen etwas dazuverdienen.

um 1935 Förster Adolph mit Waldarbeiterinnen
hinten: Steze Gret, Heiches Bärrche, Keitsche Beda, Kure Lies, Anneliese Anna, Anneliese Kädche und Anneliese Marie
vorne: Binge Marie, die Ahl Annelies, Heiches Amich, die Gemei Anna, Zimmeches Lina

Am letzten Arbeitstag wurde ordentlich gefeiert.

1935 beim Fällen

1935 Der Stamm wird geschält.

vor dem Jägerhäuschen                                                                       Jahrholz wird geholt.



unten: Köhler mit Meiler am Steinberg



unten: Seine Rasenhütte

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü